15.09.08 Alter: 2 Jahr(e)

Expertenbericht zur Zukunft der Erziehung und Bildung unter Berücksichtigung des lebenslangen Lernens in M-V

Kategorie: News

Von: Martin Hagemann


Kommission legt Vorschläge in den Bereichen Frühkindliche Bildung, Schule, Hochschule sowie bildungsübergreifende Empfehlungen vor.


Ende Juni 2008 übergab die Expertenkommission "Zukunft der Erziehung und Bildung unter Berücksichtigung des lebenslangen Lernens in M-V" ihren Bericht an den Ministerpräsidenten Dr. Harald Ringstorff und den Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Henry Tesch.

Die Kommission legte insgesamt 122 Vorschläge in den Bereichen Frühkindliche Bildung, Schule, Hochschule sowie bildungsübergreifende Empfehlungen vor.

Der Bericht nennt explizit auch eine Reihe von Möglichkeiten, die sich durch E-Learning für unterrichtsergänzende Lernangebote an Schulen bieten, u.a.:

  • Die Binnendifferenzierung kann durch Vertiefung von Inhalten des Unterrichts (lernstarke Schüler) und durch Übungen (lernschwache Schüler) gefördert werden.
  • Für Schüler von Gymnasien im ländlichen Raum können für Unterrichtsfächer, die aufgrund nicht erreichter Mindest-Schülerzahlen nicht angeboten werden, E-Learning-Plattformen zur Verfügung gestellt werden.
  • E-Learning ist zum Erwerb zusätzlicher Befähigungen (Module) geeignet und es bietet sich zur Differenzierung im Fach Deutsch als Fremdsprache an.
  • Für Schüler von Sport- und Musik-Gymnasien, die längere Zeit wegen der Teilnahme an Trainingslehrgängen bzw. Konzertreisen nicht am Schulstandort anwesend sind, ist E-Learning eine weitere Möglichkeit, den versäumten Stoff standortunabhängig zu bearbeiten bzw. aufzuholen. Gleiches gilt für Schüler an Krankenhaus-Schulen.
  • Schulen bzw. Klassen haben die Möglichkeit, in nationalen und internationalen Netzwerken mit anderen Schulen oder Klassen in Projekten zu kooperieren.
  • E-Learning kann einen Betrag zum lebenslangen Lernen leisten, indem die Schüler auf das heute bereits in der beruflichen Fortbildung etablierte eigenständige Lernen – weitgehend ohne Lehrkraft und via elektronischer Lernumgebung – vorbereitet werden.

Die Kommission spricht die Empfehlung aus, ein Landesinstitut für Bildung und lebenslanges Lernen zu schaffen, das auch als Kompetenzzentrum für E-Learning fungiert, in dem pädagogische und didaktische Konzepte für E-Learning-Module erstellt, erprobt und evaluiert werden.

Der Gesamtbericht der Expertenkommission ist hier (2300 kb) abrufbar.

Eine Zusammenfassung dieses Berichtes ist hier (136 kb) abrufbar.